Das alte schöne Laufen


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Wenn wir über die Brücke von Oberndorf (Österreich) nach Bayern kommen  gehen wir über den Marien-Platz gerade aus und kommen  zum Rathausplatz und zur Salzach und nach rechts zur Europabrücke.  Nach dem Marien-Platz rechts kommen wir zu der unten beschriebenen alten historischen Pfarr u. Stiftskirche vor dieser geht rechts ein Steinkopfpflasterweg zur Salzach hinunter, dort findet man dann schöne Sand und Schotterbänke, zum  ausruhen und die Seele baumeln lassen. Es gibt in der Stadt auch gemütliche Gaststätten und Kaffees, um sich zu stärken.
  Diese historische Brücke wurde in den Jahren 1902-1903 unter  der Regierung Sr. Majestät des Keisers Franz Josef den I.
und  unter der Regentschaft Sr, Königl. Hoheit, des Prinzregenten Leopold von Bayern erbaut.

Im Jahre 2006-07 wurde diese Brücke renoviert.
 

     

Das Rathaus. Bild folgt

 

Das Rathaus
Das heutige "neue Rathaus" war ursprünglich das Stadthaus der adeligen Familie der Hansberger, die im 15.und 16. Jahrhundert bedeutende Funktion als Erzbischöfliche Pfleger und Stadtrichtereinnahmen. Nach mehrmaligen Besitzwechsel erwarb 1680 der Schiffmeister Maximilian Heidenthaler das Gebäude. Dieser geschickte Unternehmer verdankte seinen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufstieg den Türken- kriegen. Er beförderte mit seinen Schiffszügen das Salzburger Kriegskontingent zur Befreiung Wiens. Auch den bayrischen Kurfürsten  Max Emanuel diente er mit Munitions- und Proviantlieferungen bis Pressburg und Ungarn. Heidenthaler brachte es zum Obermautamtsinspektor aller bayrischen Flüsse, Keiser Leopold erhob ihn 1686 in den Adelsstand. Aber  Unregelmäßigkeiten brachte den Ehrgeizigen zu Fall. In Not gekommen , musste er im Jahr 1700 das Gebäude  an den Erzbischof verkaufen. Verarmt starb er 1707 in München. 
 

   
 

Das Frauengefängnis

   
  Als Ergebnis des Wiener Kongresses wurde 1816 die Salzach zur Grenze zwischen Österreich und Bayern erklärt. Die Stadt Laufen verlor damit ihre bevölkerungsreichen Vororte Altach und Oberndorf, aber auch ihre wirtschaftliche Bedeutung als Zentrum der Salzachschiffahrt.Die Schiffslände und der Umschlagplatz für das Salz und für Waren aller Art befanden sich jetzt am jenseitigen Ufer.
  Links vom Rathaus der ehemalige Turm der Stadtbefestigung, daneben  das frühere Frauengefängnis, das von der Stadt Laufen erworben nun für Wohnzwecke genutzt wird.
Im Erdgeschoss das Stadtarchiv.
       
 

Der Marien-Platz bei der Brücke über der Salzach

   
 
  Das rechte Flussufer bis zur Biegung mit dem charakteristischen Wasserturm war ursprünglich dicht verbaut. Das verheerende Hochwasser des Jahres 1899 zerstörte diese Häuserzeile  der Schiffer und Kleinhandwerker. Dies führte zur Verlegung dieses Ortsteiles in den hochwassersicheren südlichen Gelände,  dem heutigen Zentrum der Stadt Oberndorf.
     

 
     

Die Pfarr und Stiftskirche Mariae Himmelfahrt

     
 
   

Baugeschichte:

 
 
Die älteste Kirche von Laufen mit dem Patrozinium St.Peter im heutigen Schloßbereich war wohl eine herzogliche Eigenkirche mit unbekannter Entstehungszeit. Die Siedlung gehörte damals zum Seelsorgenbereich der Mutterkirche von /Ober) Eching auf dem rechten Salzachufer. Von dort aus erbaute man am nördlichen Ende der Halbinsel für die wachsende Bevölkerung ein Baptisterium mit dem Patrozinium Johannes der Täufer, das später in die heutige Michaelskapelle mit Karner (Beinhaus) umgebaut wurde. Durch die aufsteigende wirtschaftliche und politische Bedeutung  Laufens im 12. Jh. kam es auch zu einer Neuordnung der seelsorglichen Verhältnisse in der Stadt. Ab der Mitte des Jahrhunderts lassen sich Priester für die Schiffergemeinde in Oberndorf an der Nikolauskirche rechts der Salzach und Pfarrer für die Bürgschaft an einer neben dem Baptisterium neu erbauten Marienkirche nachweisen. Diese Kirche war eine aufwendige dreischiffige romanische Pfeilerbasilika mit einem auf drei Seiten freistehenden Turm, einen Portalvorbau, möglichem Querschiff und dreiapsidialem  Abschluss im Osten. Dieser Bau der zweiten Hälfte des 12. Jh. steht ganz unter lombardischem Einfluss, wie fast alle Bauten dieser Zeit im salzburgischen und südostbayerischen Raum. Von diesen Kirchenbau sind nur mehr die unteren Teile des Turmes und zwei Portallöwen erhalten.
Spätestens ab 1330 begann man als Ausdruck des Reichtums und des Selbstbewusstseins von Landadel, Schiffsherren und Bürger mit dem Neubau der gotischen Hallenkirche, beginnend mit dem Chor/Trennfuge an der Südwand) dann dem Langhaus unter Einbeziehung und Aufstockung des vorhandenen Turmes. 1338 war das unter den Zeitgenossen als " ein aufwendiges Werk von wunderbaren Schönheit" gerühmte neue Gotteshaus zu U.  L. Frau im Wesentlichen  vollendet.
Besonderer Förderer war dabei Ritter Heinrich von Lampoding (gest. 1347), dessen Wappen, die fünfblättrige Rose, sich fast überall als Schlussstein der Kreuzgewölbe findet. Räumliche Vorgegebenheiten durch das Salzachufer im Osten und den (romanischen) Turm im Westen sowie deutliche Einflüsse der Zisterzienserbauten von Heiligenkreuz bei Wien und Neuburg in der Steiermark lassen diesen gewaltigen blockhaften Bau aus Nagelfluhquadern, im Inneren mit dem etwas schmäleren aber gleich hohen Seitenschiffen, den sechs Jochen, von denen die beiden vorderen (östlichen) den Chorraum bilden, den schmalen Diensten und den acht Bündelpfeilern, die die Kreuzrippengewölbe tragen und den geraden Chorabschluss zu einer Zeit erstehen, in der die Gotik erst zögernd in das Land zieht. Beispiel für diesen salzburgischen Baukonservatismus sind die Klangarkaden des aufgestockten Turmes, die noch ganz die romanische Form beibehalten und sogar Säulen samt Kapitellen aus dem alten Turm mit übernehmen. Auf der Westseite ist die Abschlussmauer des Kirchenschiffes gut zu erkennen. Der Grundriss der Kirche bildet ein Recheck mit 43 m Länge und 24 m Breite; Höhe des Gewölbes 14 m, Höhe des Turmes 57 m.