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Im Gemeindegebiet
von Bergheim läßt sich die Anwesenheit von Menschen durch die
Jahrtausende zurückverfolgen. Ein Fund der mittleren Steinzeit
vom Muntiglerhügel deutet darauf hin, daß dieses Gebiet schon
vor etwa 10.000 Jahren besiedelt war. Aus der Jungsteinzeit
wurden eine Höhensiedlung in Muntigl und eine Bergsiedlung auf
dem Hochgitzen aufgedeckt, die mindestens ins 3. Jahrtausend v.
Chr. zurückreichen. Von diesen beiden hochgelegenen und
natürlichen geschützten Siedlungsplätzen sind eine Reihe von
weiteren Wohnungsstellen und Funden bekannt, die auf eine
kontinuierliche Besiedelung bis in die letzten Jahrhunderte v.
Chr. hinweisen. Auch am Plainberg und im Gebiet von Lengfelden
sind Ansiedlungen des urzeitlichen Menschen nachgewiesen. In
Bergheim selbst reicht die älteste Siedlung, die sich am
westlichen Ausläufer des Plainberges befand, bis in die
Urnenfelderzeit (um 1.000 v. Chr.) zurück.
Im ersten Jahrtausend v. Chr. bevölkerten die Kelten unser
Gebiet. Im Jahre 15 v. Chr. wurde das keltische Königreich
Noricum von den Römern besetzt. An diese Zeit erinnern die
beiden römischen Gutshöfe, die man in Kerath und Kemating
ausgegraben hat. Im Jahr 488 nach Christi ordnete König Odoaker
den Abzug der römischen Bevölkerung aus dem Gebiet von Salzburg,
an, womit die römische Herrschaft in unserem Gebiet zu Ende
ging.
In der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts wurde der Salzburger
Raum von den Bayern besiedelt. so wurde im Jahre 1896, ca. 200 m
nördlich der heutigen Pfarrkirche das größte im Flachgau
bekannte Gräberfeld entdeckt. In dieser Zeit der bayrischen
Besiedelung reicht wahrscheinlich auch der Ortsname Bergheim
zurück. Im Gegensatz zu Fischach, das schon um 700 erwähnt und
in der Folge immer wieder genannt wird, ist der Name Bergheim
erst um das Jahr 927 urkundlich belegt. Bergheim war damals ein
großer, wohl befestigter Gutshof mit einer Eigenkirche. Die
Herren von Bergheim hatten im 12. u. 13. Jahrhundert bedeutende
Positionen im Dienste der Salzburger Erzbischöfe bekleidet. Mit
dem befestigten Hof waren das Gericht Bergheim, Fischrechte,
Zehente und Güter in Voggenberg, Muntigl, Schmieding,
Siggerwiesen, Furt, Gerstet und Klebing verbunden. Auch das
Gericht Anthering war den Herren von Bergheim unterstellt. Die
Geschlechter der Bergheimer und der stammesgleichen Herren von
Radeck sind am Ende des 14. Jahrhunderts erloschen.
Während der Grundbesitz der Bergheimer in einem erzbischöflichen
Urbaramt zusammengefaßt und verwaltet wurde, kam das Gericht
Bergheim zum Pfleggericht Radeck, dessen Leitung der
erzbischöfliche Pfleger der Burg Radeck übernahm. Das große
Pfleggericht Radeck war in kleiner Einheiten unterteilt, zu
denen neben Bergheim auch Voggenberg und Muntigl zählten. Im 16.
Jahrhundert wurde der Sitz des Pflegers von der Burg Radeck auf
das Schloß Neuhaus bei Gnigl verlegt. An die einstige Burg
Radeck, die von den Freiherrn von Rehlingen 1670 fast neu
aufgebaut, aber seit 1808 verfiel und 1860 abgetragen wurde,
erinnert heute noch die Burgkapelle.
Schwer mitgenommen wurde Bergheim in den Franzosenkriegen. Die
französische Armee, die bei Laufen die Salzach übersetzt hatte,
rückte salzachaufwärts gegen Salzburg vor. Dabei erlitten die
Orte Bergheim, Muntigl, Fischach und Lengfelden arge
Zerstörungen. Mit dem Übergang Salzburgs an Österreich im Jahr
1816 wurde Bergheim zum Grenzort.
Ab 1970 ging die wirtschaftliche Entwicklung von Bergheim rasant
nach oben, hatte die Gemeinde 1971 7,1 Mio. Schilling zu
verwalten, so stieg diese Zahl innerhalb von 25 Jahren auf 192,7
Mio. Schilling an. Die Einwohner nahmen im Zeitraum von 1870 bis
1940 (also innerhalb von 70 Jahren) von 1.000 auf 2.000 zu.
In den 70iger und 80iger Jahren des 20. Jahrhunderts wurden in
Bergheim große Wohnanlagen verwirklicht, so daß allein in diesem
Zeitraum die Einwohnerzahl von 3.000 auf 4.600 anstieg. Derzeit
ist die Einwohnerzahl von Bergheim nur mehr leicht steigend. |
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